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Mikronährstoffe

Kleine Mengen, große Wirkung

Aus ernährungsphysiologischer Sicht werden Nährstoffe in Makro- und Mikronährstoffe unterteilt. Kohlenhydrate, Proteine (Eiweiße) und Fette gehören zu den Makronährstoffen. Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, Aminosäuren, Fettsäuren und Vitaminoide (vitaminähnliche Substanzen). Auch sekundäre Pflanzenstoffe sowie Prä- und Probiotika werden häufig den Mikronährstoffen zugeordnet.
Bestimmte Mikronährstoffe sind essenziell, was meint, dass der Körper sie nicht selber herstellen kann. Daher müssen sie über die Ernährung aufgenommen werden, damit wichtige Stoffwechselfunktionen und die Energiegewinnung gewährleistet sind. Der Mangel eines einzigen Mikronährstoffs kann einen ganzen Stoffwechselweg bremsen oder gar blockieren.

Begünstigende Faktoren für einen Mikronährstoffmangel
Durch die moderne Lebensweise, Veränderungen in der Landwirtschaft, verlängerte Transportwege und Lagerzeiten sowie industrielle Verarbeitung, hat sich unsere Ernährung sehr nachteilig verändert. Obwohl wir in einer Überflussgesellschaft leben, leiden viele Menschen an einem versteckten Nährstoffmangel. Daher finden wir immer häufiger eine quantitative Überernährung bei gleichzeitig qualitativer Unterernährung.

Weitere Faktoren können einen Mikronährstoffmangel begünstigen:
•    einseitige und unausgewogene Ernährung
•    chemische Zusatzstoffe in der Nahrung sowie industrielle Verarbeitung
•    Umwelt- und Stressbelastungen
•    Alkohol-, Nikotin-, Drogenkonsum
•    Langzeiteinnahme von Medikamenten ( z.B. „Pille“, Säureblocker, Blutdruckmittel, Cholesterinsenker)
•    chronische Erkrankungen
•    Schwangerschaft und Stillzeit
•    Leistungssport
•    hohes Alter

Folgen eines Mikronährstoffmangels
Während eindeutige Mangelerkrankungen (wie etwa Skorbut) bei einem Vitamin-C-Mangel in unseren Breitengraden heute so gut wie nicht mehr anzutreffen sind, bereiten dennoch subklinische Mangelerscheinungen vielen Menschen Schwierigkeiten. Eine derartige suboptimale Versorgung mit Mikronährstoffen über einen längeren Zeitraum verursacht unspezifische Beschwerden und Befindlichkeitsstörungen. Ein Arztbesuch erfolgt deswegen eher selten. Aufgrund fehlender Leitsymptome lassen diese Symptome sich auch schwerlich medizinisch einordnen. Meist mangelt es an mehreren Nährstoffen gleichzeitig, was dann je nach individueller Situation kleinere Veränderungen im Stoffwechsel nach sich zieht. Nicht selten werden diese dann den Alterungsprozessen oder auch der „Psyche“ zugeordnet. Typisch sind eine geminderte Belastbarkeit, Infektanfälligkeit, Antriebslosigkeit, Müdigkeit,
depressive Verstimmungen, Konzentrationsstörungen, Haarausfall u.ä.
Auch weiß man inzwischen, dass nicht selten beispielsweise ein ADHS-Syndrom bei Kindern durch Verabreichung fehlender Mikronährstoffe, in Kombination mit einer Ernährungsumstellung, lindern oder auch gar ganz heilen lässt.

Was tun bei einem Verdacht auf einen Mikronährstoffmangel?
Bei einem Verdacht auf einen Mikronährstoffmangel sollte zunächst der gesundheitliche Zustand, eine evtl. Medikamenteneinnahme, sowie die Ernährung betrachtet werden. Hieraus lassen sich häufig schon Rückschlüsse ziehen. Genauer lässt sich die Versorgungslage des Organismus jedoch über Laborwerte erkennen. Für die meisten Mikronährstoffe reicht allerdings eine herkömmliche schulmedizinische Diagnostik nicht aus, da diese die Werte lediglich im Blutserum untersucht. Erforderlich ist daher meist eine Überprüfung der Werte im Vollblut. Die Kosten hierfür werden leider von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen und müssen daher von den meisten Patienten selber getragen werden.
Da nur bei einigen wenigen Mikronährstoffen die Gefahr einer Überdosierung besteht, gibt es allerdings auch die Möglichkeit, über ein paar Wochen gut dosierte Mikronährstoffpräparate in ihrer Wirkung auf den Organismus in Eigenregie zu testen.  

Wenn Sie unsicher sind und nähergehende Informationen zu diesem Thema wünschen,  kontaktieren Sie mich bitte persönlich.